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Wirtschaft
Die Wirtschaft reguliert sich prinzipiell selber, braucht aber Regeln und Rahmenbedingungen.
Deshalb redet die SP Dietikon mit, wenn es um die Frage geht, welche Bereiche der Wirtschaft
in Dietikon florieren sollen.
Wirtschaftsförderung und Auftragsvergabe
Die Wirtschaft hat eine grosse Verantwortung als eine der wichtigsten gestaltenden Kräfte in der Gesellschaft.
Die wirtschaftsethischen Werte Nachhaltigkeit, Sozialverträglichkeit, Umweltverträglichkeit, Solidarität, Selbstverantwortung,
Rechte der Generationen, Demokratieverträglichkeit und nicht zuletzt vernetztes Denken über Ethik und Ökonomie sind von zentraler Bedeutung.
Die SP Dietikon hält den Stadtrat an, Branchen und Firmen zu fördern
(oder ihnen im Rahmen der Richtlinie zum Vergabeverfahren GATT Aufträge zu erteilen),
die:
- anspruchsvolle Arbeitsplätze schaffen.
- ihre Mitarbeitenden menschenwürdig entlöhnen (Richtwert CHF 60’000 pro Jahr)
- Lehrlinge ausbilden.
- für Mann und Frau gleichen Lohn für gleiche Arbeit gewähren.
- profitabel arbeiten und sozial und ökologisch handeln.
- verantwortlich mit der Umwelt umgehen
- sich für Lebensqualität in unserer Stadt stark machen.
Demgegenüber sollen folgende Firmen keine Förderung durch die Stadt erhalten:
- die hauptsächlich Arbeitsplätze anbieten,
welche viel Platz für wenig Wertschöpfung benötigen (z.B. Verteilzentren, Occasionshandel, usw.)
- die städtische Infrastruktur übermässig belasten (z.B. Verkehr)
Unsere Einstellung zur Arbeit
Arbeit und Einkommen sind Grundlagen für die menschliche Existenz und beeinflussen alle übrigen Bereiche wie Familie,
Gesundheit, Bildung, Ökologie, usw. Ziel des Wirtschaftens ist es,
möglichst allen Menschen eine Existenz zu ermöglichen sowie ihnen Waren und Dienstleistungen anzubieten.
Arbeit ist viel umfassender als der Begriff Lohnarbeit. Das riesige Arbeitsvolumen im Bereich Haus- und Familienarbeit
sowie freiwillig geleistete Arbeit im sozialen Bereich muss gesellschaftlich anerkannt werden.
Die SP Dietikon setzt sich ein für:
- Neue Arbeitszeitformen: Jobsharing, Jahresarbeitszeit, Teilzeitarbeit und flexibles Rentenalter (vor allem für niedrigere Einkommen).
- Eine Stadtregierung, die die freiwillig geleistete Arbeit in Vereinen, Parteien,
gemeinnützigen Institutionen und anderen Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens anerkennt und verdankt.
Die SP Dietikon sucht (nicht nur in diesen Fragen) die Zusammenarbeit mit den regionalen Gewerkschaften.
Die Stadt Dietikon als Arbeitgeberin
Die Stadt hat in mancher Hinsicht eine Vorbildfunktion. Gebärdet sie sich als ausschliesslich profitorientiert und gesellschaftsfeindlich,
dann müssen wir uns nicht wundern wenn unsere Bewohner ähnlich kurzfristig zu denken beginnen.
Daher ist es wichtig, dass die Stadt auch als Arbeitgeber vorbildlich funktioniert.
Die SP Dietikon setzt sich dafür ein, dass die Stadt Dietikon:
- in möglichst allen Bereichen (Verwaltung, Unterhalt usw.) Lehrlinge ausbildet.
- gleichen Lohn zahlt für gleiche Arbeit.
- bei 40 Stunden Arbeit in der Woche einen gerechten Lohn zahlt.
- den Teuerungsausgleich gewährt.
- Arbeit für Behinderte anbietet.
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Einnahmen über Steuern
Steuern und Gebühren sind die wichtigste Einnahmequelle unserer Stadt.
Sie richten sich nach den angebotenen Leistungen, welche die Stadt erbringt.
In der Schweiz bezahlt vor allem der Mittelstand die Kosten des Gemeinwesens.
Gleichzeitig wird Unternehmen und Reichen mit Steuergeschenken hofiert.
Die bürgerlichen Parteien liefern sich im Bund und in vielen Kantonen und Gemeinden einen populistischen Steuersenkungswettlauf.
Die SP Dietikon beteiligt sich nicht an diesem Unsinn, sondern setzt sich dafür ein, dass:
- Die Gebühren für Leistungen der Stadt sowohl kostendeckend als auch sozialverträglich sind und weniger Betuchte
nicht vom gesellschaftlichen Leben ausschliessen (Stadtbibliothek, Horte, Bäder, Erwachsenenbildung, usw.).
- Unterhalt als Werterhalt verstanden wird! Die Stadt muss in der Lage sein, die bestehende Infrastruktur zu erhalten und bei Bedarf auszubauen.
- Die Stadt die nötigen Mittel erhält, um auch zukünftige Investitionen tätigen zu können.
- Nachbargemeinden sich vermehrt finanziell an regionalen Aufgaben beteiligen, welche heute vom Bezirkshauptort Dietikon getragen werden.
Ausgaben in Dietikon
Die SP setzt sich weiterhin für eine antizyklische Ausgabenpolitik der öffentlichen Hand ein:
Defizite sind in der Rezession zu Gunsten von Investitionen und für soziale Sicherheit in Kauf zu nehmen,
die Schulden können und müssen bei guter Konjunktur getilgt werden.
Die SP Dietikon fordert:
- Die für das Wohl der Gemeinde nötigen Investitionen sind längerfristig zu planen; die dazu nötigen Ressourcen (Personal, ...) sind bereit zu stellen.
- Bauvorhaben sind so zu planen, dass in Zeiten der Rezession kurzfristige, antizyklische Investitionen möglich sind.
Ein Steuerfuss mit Hand und Fuss
Dietikon hat einen hohen Steuerfuss. Dieser ist aufgrund der von Dietikon erbrachten gemeinschaftlichen Leistungen jedoch gerechtfertigt und steht für die SP in Dietikon nicht zur Diskussion. Steuersenkungen allein wegen der Attraktivität für Firmen sind abzulehnen. Dietikon muss für die Bewohner und Firmen durch eine gute Infrastruktur und Dienstleistungen attraktiv sein.
Die Steuerbelastung spielt bei der Ansiedlung von Firmen eine untergeordnete Rolle.
- Dietikon muss für Investoren und Bewohnerinnen und Bewohner berechenbar sein.
Das bedingt eine längerfristig gestaltete Steuerfusspolitik. Keine kurzfristigen Steuerfusssenkungen aus wahltaktischen Gründen.
- Eine effiziente und produktive Bewältigung der städtischen Aufgaben.
- Es ist ein Lasten- und Finanzausgleich anzustreben, der die zentralörtliche Funktion und die soziale Struktur unserer Stadt berücksichtigt.
- Massnahmen gegen die Steuerhinterziehung sollen die tatsächliche Finanzkraft in der Stadt voll ausschöpfen.
Investitionen in Dietikon
Die SP Dietikon unterscheidet zwischen substanzerhaltenden Investitionen und solchen,
welche die Attraktivität von Dietikon verbessern. Wir setzen uns ein für:
- einen vernünftigen unternehmerischen Spielraum der Stadt, damit Dietikon Investitionen tätigen kann, um auch in Zukunft für die Bewohner/innen sowie Unternehmen und Geschäfte attraktiv zu sein.
- Mut zu Investitionen, welche unserem Image entgegen wirken, die Bronx der «Greater Zurich Area» zu sein: z.B. Zeitzeugen wie das Kroneareal, Dietikon als innovative Energie-Muster-Stadt, usw).
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