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Friedliches Nebeneinander im Verkehr
Der Nutzen des für die Stadtentwicklung notwendigen Verkehrs soll vermehrt abgeschöpft werden.
Die heute überwiegenden Nachteile, die Dietikon durch den Verkehr hat, sind auszumerzen. Wichtigster Punkt ist die Koexistenz zwischen den Verkehrsteilnehmern.
Die Verkehrsfläche muss gerecht auf die Verkehrsteilnehmer verteilt werden.
- Fussgänger, Velo- und Autofahrer werden im Zentrum gleichberechtigt behandelt.
Die Achse Zentral-/Zürcherstrasse ist zurückzubauen (und mit Bäumen) auf die Bedürfnisse des Langsamverkehrs auszurichten.
- Die Realisierung der Stadtbahn ist dringend, auch als Imageträger für ein modernes Limmattal.
- Die Überlandstrasse kann keine Umfahrungsstrasse für Dietikon sein, weil dort Wohnraum entsteht.
- Die Eröffnung der Westumfahrung hat den Druck auf das Limmattaler Kreuz A1/A4 massiv verstärkt.
Es besteht jetzt noch mehr Handlungsbedarf, den Durchgangsverkehr durch Dietikon zu unterbinden.
Dies kann durch flächendeckendes Tempo 30 in den Quartieren sowie mittels der Sperrung von Merkur-/Weinigerstrasse erreicht werden.
- Auf den Bau neuer Strassen muss verzichtet werden. Keine Südwestumfahrung, denn sie würde gute Wohnlagen und Grünflächen zerstören.
Ausserdem ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis wider jede Vernunft.
- Beim Ausbau eines verknüpften, attraktiven und schnellen Radwegnetzes besteht Nachholbedarf, auch hinsichtlich Sicherheit. Das Radnetz sollte so gestaltet sein,
dass es die Attraktivität des Fahrrads gegenüber des motorisierten Individualverkehrs steigert..
- Der Sicherheit der Schulkinder auf dem Schulweg ist besondere Beachtung zu schenken,
insbesondere auf der Schöneggstrasse und der Steinmürlistrasse, die als Durchgangsstrassen dienen.
- Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten akzeptieren den Bau des Gateway-Terminals nur auf dem Areal des RBL
und gegen Zugeständnisse zur Verminderung von Verkehr und Lärm, zur Einführung von Tempo-30-Zonen,
zur Änderung der Flugrouten, oder zum Ausbau des ÖV, der Stadtbahn, usw.
Es darf in Dietikon wegen des Gateway-Terminals kein zusätzlicher Verkehr entstehen!
- Quartiere, die heute nicht durch den öffentlichen Verkehr erschlossen sind, sollen eine Buslinie erhalten.
- Das Industriequartier Silbern soll eine S-Bahnstation oder zumindest einen Ast der Limmattalbahn erhalten.
Dietikon braucht in der Mitte ein Zentrum
- Das Zentrum umfasst das Gebiet vom Trio bis RWD-Gebäude und vom Bahnhof bis zum Stadthaus.
- Dieses Zentrum soll vom Durchgangsverkehr befreit werden
- Wie die Badenerstrasse sind auch Zentral- und Zürcherstrasse 1-spurig zu führen
- Das Zentrum soll geprägt sein von breiten Trottoirs, Bäumen, Gartenbeizli und Läden
Damit kann verhindert werden, dass das Zentrum verödet.
Dietikon soll Wohnstadt bleiben und nicht Schlafstadt werden
Dietikon soll auch für junge Leute und junge Familien preiswerten Wohnraum bieten.
Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten finden es aber auch wichtig,
dass im Wohnangebot eine harmonische soziale Durchmischung entsteht:
- Quartierstrukturen mit Läden und Tagestrukturen
(Krabbelgruppen, Quartierkafi, Spielgruppen, Tagesschulen)
- Flächendeckende Einführung von Tempo 30 in einem vernünftigen Ausbaustandard,
kein Durchgangs- und Schleichverkehr in den Wohnquartieren.
- Sichere Schulwege
- Kein Bau von (weiteren) Mobilfunkantennen in Wohnquartieren
- Gegenseitig rücksichtsvolles Verhalten soll gefördert werden
- Öffentliche Räume (Strassenzüge, Plätze, Ufer) sind aufzuwerten
- Charakteristische und typische Quartieren wie z.B. neben der Krone
auch Gebiet Poststrasse/Bertastrasse oder Guggenbühlstrasse sollen geschützt und somit das Dietiker Erscheinungsbild aufgewertet werden.
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Dietikon als Arbeits- und Einkaufsstadt ausbauen
Damit die Stadt Dietikon sich sinnvoll entfalten kann, muss sie in ihrer Gesamtheit planerisch erfasst werden.
Das Stadtentwicklungs-Konzept soll aufzeigen,
wie die Bereiche Verkauf, Dienstleistung, Produktion, Gewerbe und Wohnen in Einklang gebracht werden.
Verkaufsgeschäfte gehören ins Zentrum (Trio, Kirchplatz, RWD) und sind wichtiger Teil des aktiven Stadtlebens.
Wirtschaftsförderung ist durch Standortförderung zu ersetzen und nach dem Cluster-Prinzip
(in welchen Sektoren will sich unsere Stadt besonders profilieren?) und in Absprache mit den Nachbargemeinden zu betreiben.
Das Industriegebiet muss strukturiert werden:
- Die Anzahl der Grossverteiler im Westen ist zu beschränken
- Produktion und Gewerbe sollen in der Mitte (Gebiet KVA) liegen
- Wohnen und Dienstleistung sollen im Osten angesiedelt sein (Rapid/Limmatfeld)
- Niderfeld
Unsere tolle Landschaft der Nachwelt erhalten
Das Limmattal ist schön. Diese Schönheit muss bewahrt werden.
Landschaftlich bietet Dietikon alles, was zu einer lebenswerten Stadt gehört.
Gewässer, Erholungsgebiete, Wald und Landwirtschaft
sind aber wegen fehlender ganzheitlicher Raum- und Siedlungsplanung immer mehr bedroht.
Den Bestand zu schützen und auszubauen ist unser Ziel.
- Limmat und Reppisch sind die Juwelen Dietikons und sind als solche zu behandeln
- Ein Drittel der Fläche des Niderfeldes muss als Erholungsraum reserviert bleiben.
- Das Reppischufer soll auf dem ganzen Stadtgebiet für Fussgänger zugänglich werden.
- Der Grunschen ist weiterhin Sorge zu tragen. Es lohnt sich, hier zu investieren.
- Über die Limmat sollen zusätzliche Übergänge für Fussgänger und Velofahrer geschaffen werden,
damit die natürliche «Grenze Limmat» überschritten werden kann.
- Neue Erholungstreffpunkte sind zu schaffen. Beispielsweise an der Limmat beim heutigen Tiergehege.
- Wald ist Erholungs- und Wirtschaftsraum. Die Waldbewirtschaftung ist im heutigen Umfang weiterzuführen,
hat aber auf die Erholungsbedürfnisse der Bevölkerung Rücksicht zu nehmen.
- Die Dietiker Landwirte sind ein wichtiger Teil der Stadtkultur.
Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten möchten sie nicht verlieren. Landwirtschaftliche Bräuche sind zu fördern und zu unterstützen.
Bauern, die Stadtland gepachtet haben, sollten angehalten werden, biologisch anzubauen.
- Naturschutz und -bewusstsein soll erlebbar werden durch die Schaffung von Naturlehrpfaden in Wald und an der Limmat.
- Die Südseite des Marmoriweihers soll Rückzugsort für Tiere bleiben.
- Schaffung eines Aussichtsweges (Strada Alta Limmig) zwischen dem Schlieren- und dem Heitersberg
- Die Familiengärten haben als Grüne Lunge und als Orte gelebter Integration eine wichtige Funktion.
- Einen Industrielehrpfad entlang der Reppisch und – später – durchs Limmattal anlegen.
- Keine flächendeckende Verlärmung durch Flugzeuge.
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